2 . Trainingslager 2002 in Eben

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr machte sich eine Gruppe motivierter Tänzer –bestehend aus den Mitgliedern der neuen Jugendformation, den Einzelpaaren und zwei Ehepaaren aus dem Breitensportbereich mitsamt dem Trainer Volkmar Heinz auf nach Eben im Pongau.

Trotz einer kurzfristigen Änderung unserer Unterkunft fanden (fast) alle ohne Probleme zu ihrem Quartier. Kaum die Taschen auf die Zimmer geschleppt, ging es auch schon auf zur ersten Trainingseinheit am Freitagabend. Thema des Trainingslagers war einmal mehr Körperspannung mit Verlagerung des Körperschwerpunkts unter Bewahrung von Haltung und Takt. So begannen wir mit verschiedenen Basics in den lateinamerikanischen Tänzen, um in einer Abschlussrunde die Schritte schon etwas gekonnter und sauberer setzen zu können. Zurück in der Herberge (auch wenn das bei ein paar Leuten etwas länger dauerte, die richtige Autobahnausfahrt sollte man halt doch erwischen) wurde dann erstmal geduscht, gegessen und fertig ausgepackt. Es folgte ein gemütliches Beisammensein mit viel Toast und ein paar Feiglingen bis in die spätere Nacht hinein...

Samstagmorgen gleich nach einem „sehr üppigen“ Frühstück (es war ratsam, sich nicht den Grund der Kaffeekanne anzuschauen) ging das Training auch schon weiter. Die Basics des Vorabends wurden noch einmal intensiv wiederholt, bevor es dann an das harmonische Miteinandertanzen ging. Hierbei wurde besonders auf die Spannung in den Armen geachtet, um eine ordentliche Führung der Dame überhaupt möglich zu machen. Die Paare wurden mehrfach munter durchgemischt und es dauerte seine Zeit, bis man sich aufeinander abgestimmt hatte. Im Samba wurde anschließend eine neue Folge, die natürlich enorme Körperspannung verlangte, einstudiert. Mit einem Durchlauf der Lateintänze wurde der Vormittag abgeschlossen und es ging auf zum Mittagessen. Frisch gestärkt machten wir nachmittags mit Standard weiter. Wieder starteten wir mit Basics, speziell das gemeinsame Heben und Senken mit dem Partner war wichtig, was sogleich bei einer Runde Langsamen Walzer angewendet werden konnte. Im Slowfox nahmen wir die „Three Fallaways“ (eine schwierige Figur mit Achsen, bei der das Miteinandertanzen besonders wichtig ist) in unsere normalen Tanzfolgen auf und beendeten auch diese Trainingseinheit mit einer Abschlussrunde der Standardtänze. Nach der heiß ersehnten warmen Abendmahlzeit –juhu österreichische Schnitzel- folgte eine heitere Nacht mit einer kleinen Tanzparty auf dem Zimmer mit Gemeinschaftsspielen („Wo sind die Feiglinge?“), noch mehr Toastbrot und tiefsinnigen Gesprächen. (Nur der eine oder andere Herr vermisste in Erinnerung an vergangene Trainingslager seinen Swimmingpool...).

Am Sonntag fiel es einigen etwas schwer, das Bett (wenn es auch nicht unbedingt das eigene war) zu verlassen. Doch letztendlich schafften es alle pünktlich in die Turnhalle zu den letzten Trainingsstunden für dieses Wochenende. Um wieder richtig wach zu werden, machten wir einige Laufübungen im Quickstep und versuchten uns an einer kleinen Kombination mit Charleston Schritten. Außerdem integrierten wir später Cha-Cha- und Wiener Walzer Schritte in eine neue Tangofolge. Bei einer abschließenden Tanzrunde in Standard mit Wertungsrichter konnte jeder seine eigenen Fortschritte beobachten. Erschöpft, doch zufrieden über Inhalt und Verlauf des Wochenendes ging es dann nach einem gemeinsamen Essen ab nach Hause.

Übrigens: Die ersten Anfragen nach dem nächsten Trainingslager wurden schon gestellt!!!

Annika Schmidt