Weniger ist mehr oder der Weihnachtsball des
TanzZentrums Heinz

Dieses Motto war schon zu Beginn feststellbar: denn der Ball wurde vom B-Team Standard eröffnet. Ist doch nichts besonderes wird sich der eine oder andere Leser unter Ihnen jetzt denken. Die haben ja in den letzten Saisonen auch schon getanzt und sind auf Turniere gegangen. Doch Tanzen ist ein schnelllebiger Sport und so kam es, dass die meisten Tänzer, die Ihnen noch vom alten B-Team bekannt sein mögen entweder mit dem Tanzen aufgehört haben, oder inzwischen im A-Team Standard tanzen. Deswegen bestand das Team neben ein paar „aushelfenden Tänzern“ hauptsächlich aus meist sehr jungen Einsteigern, die zum ersten Mal überhaupt auf der Fläche vor Publikum tanzten. Um auf das Motto der Überschrift zurückzukommen: die Mannschaft hat sich vorsichtig an das Formationstanzen herangewagt. Nachdem sie gleich mit der Erfolgsmusik „High Society“ begonnen hatte wurde nur ein kurzer Ausschnitt der Choreographie, mit der das A-Team in ganz Deutschland bekannt geworden war, einstudiert. Dieser Ausschnitt aber gelang trotz gewisser verständlicher Nervosität sehr gut und verhalf so den Aktiven zu einer ersten Auftrittserfahrung.

Zwischen den Auftritten sorgte die Band „Chicos“ für Unterhaltung und für eine stets gut (fast zu gut!) gefüllte Tanzfläche.

Als Einschub folgte nun die Verleihung einiger DTSA-Urkunden stellvertretend für alle, die das Abzeichen im letzten Jahr bestanden haben. (siehe entspr. Artikel in Ausgabe 28 der Highlights).

Zur Mitte des Abends hin bekamen die Anwesenden den Auftritt der „Helden“ zu sehen. Die Kinderformation, bestehend aus 10 bis 18 jährigen Mädchen, tanzt keine Turniere, sondern, und das sehr erfolgreich, nur Showauftritte und wird im Gegensatz zu den anderen Formationen nicht von Volkmar Heinz sondern von Erika Heinz trainiert. Die Choreographie zu der Musik aus „Herkules“ und „Mulan“ wurde von den Tänzerinnen mit so viel Leidenschaft getanzt, dass das begeisterte Publikum die Tänzerinnen nicht ohne eine Zugabe von der Fläche lassen wollte.

Nach weiteren Tanzrunden war das A-Team Latein mit der Choreographie „James Bond“ an der Reihe. Diese Formation, bestehend aus 8 Paaren, wird in diesem Jahr in der Oberliga Süd antreten und feierte, nachdem die Hälfte der Positionen neu besetzt worden war, in gewisser Hinsicht auch eine Premiere. Und diese gelang auch gleich so gut, dass die Damen und Herren wie schon zuvor die „Helden“ nicht ohne Zugabe entlassen wurden.

Als letzten Auftritt dieses Abends konnte Volkmar Heinz das A-Team Standard ankündigen. Leider konnte das Team an diesem Abend nicht vollständig antreten, und so kam es, dass nur vier Paare der Bundesliga-Formation in neuen Kleidern auftraten. Weniger ist mehr – erinnern Sie sich noch? Diese vier Paare schafften es, mit Ihrem neuen Thema „Circus“ die Zuschauer in Ihren Bann zu ziehen und vergessen zu lassen, dass die Choreographie mit Höchstschwierigkeiten gespickt ist. So schwungvoll und mitreißend hatte man das Standard-Team noch nie gesehen. Man merkte den Paaren deutlich an dass sie bereit waren, die große Aufgabe, in der 1. Bundesliga zu bestehen, auf sich zu nehmen! Nach dieser Vorstellung hatte das Publikum noch nicht genug, sodass es sich eine Zugabe erklatschte.

Als letzter (inoffizieller) Programmpunkt dieses Abend stand der um Mitternacht eingetretene Geburtstag von Trainer Volkmar Heinz an. Mit viel Humor wünschte Oliver Mandetzky stellvertretend für alle Mitglieder der Formationen dem Trainer alles Gute für anstehende Aufgaben ohne jedoch, zum Leidwesen einiger Zuschauer, des Trainers streng geheimes, wahres Alter zu nennen. Stattdessen bekam er eine Schokoladenplatte mit einer extra angefertigten Formation und einem Trainer als Motiv. Für die Erwachsenenkreise gratulierten ihm das Ehepaar Zuber woraufhin der Abend für die einen gemütlich, für die anderen aktiv (sie nutzten die endlich freie Tanzfläche) ausklang.

Daniel Hrassky, Oliver Mandetzky