Allgemeines Trainingslager in Eben/Pongau

Ein elitäres Grüppchen war es, das sich am letzten Oktoberwochenende im Pongau, genauer gesagt in Eben zusammenfand, um am letzten Allgemeinen Trainingslager dieses Jahrtausends teilzunehmen.

Elitär deswegen, da im Latein-Bereich nur das A- Team Latein und das Paar Daniel Fendler/Marina Schröter ihre Latein-Grundkenntnisse und -schritte auf Vordermann bringen wollten. So begann das Training, diesmal ohne größere Verkehrsprobleme - von zwei Nachzüglern abgesehen, pünktlich am Freitag Nachmittag und die teilnehmenden Paare wussten die nun im Übermaß vorhandene Fläche wohl zu schätzen.

Das Thema lautete Körperspannung, Haltung und - als Hauptziel dieser Trainingseinheiten - Führung des Herren. Dieses Thema sollte in einer schwierigen, weil mit vielen Drehungen und Basics versehenen, Rumba Folge erarbeitet werden. Hierzu rief Trainer Volkmar Heinz den Tänzerinnen und Tänzern erst einmal die notwendigen Grundkenntnisse zu "Hockey Stick, Alemana, Spot Turn, Open Hip Twist, Spirale" und weiteren, eigentlich schon "Hundert Mal" gezeigten Figuren ins Gedächtnis zurück, ohne die die angepeilte Folge nicht technisch korrekt durchzuführen gewesen wäre. Bereits hier sah man den/die eine(n) oder andere(n) stellenweise grübelnd zu Boden schauen und verstohlen zum Nachbarn zu sehen, ob der noch weiß, wie z.B. der erste Schritt einer Alemana angesetzt wird. Nachdem die ersten Hürden genommen, die letzten Teilnehmer eingetrudelt, und die meisten warmgetanzt waren ging man daran, sich mit den Drehungen und Basics der Rumba-Folge auseinanderzusetzen. Bis zum Ende der ersten Trainingseinheit wurde weiter daran gefeilt. sodass man bereits zur ersten Videoanalyse schreiten konnte. Hierbei stellt das Trainerehepaar fest, dass die Schritte eigentlich schon ganz gut klappten, jedoch einige Tänzerinnen und Tänzer noch allzu "lieblos" mit ihren jeweiligen Partnern umgingen.

Zurück in der Jugendherberge wurde die bereits dringend ersehnte warme Abendmahlzeit eingenommen, die bei dem einen oder anderen die Grundlage für einen fröhlichen und langen geselligen Abend werden sollte.

Nachdem sich die Teilnehmer am nächsten Morgen aus dem Bett gewälzt hatten (und in ihr Zimmer zurückgekehrt waren) ging man daran, die erlernten Fähigkeiten zu "perfektionieren" und vor allem im Ausdruck den Gefühlen einer Rumba Rechnung zu tragen. Hierauf folgte natürlich wieder die Videoanalyse. Sichtlich zufrieden mit den Fortschritten wagten die Trainer einen weiteren Schritt und mischten die Partner munter durch. Hier zeigte sich dann, dass zwar nicht "jeder mit jedem kann", aber nach ein paar Schritten sich die Paare aufeinander abstimmen konnten. Mit diesem Erfolg endete das diesjährige Lateintraining, aus dem die Teilnehmer nicht nur eine interessante Folge, sondern auch weiter gefestigte Basics mit nach Hause nahmen.

Das für den Samstag Nachmittag zusätzlich zu dem Trainingslager Standard geplante Gesellschaftskreis Trainingslager musste leider wegen mangelndem Interesse (nur ganze drei Paare wollten die Chance nutzen, einmal ohne die Sportler eine intensive Schulung ihrer Technik in lockerer Trainingslager Atmosphäre zu erhalten) ausfallen.

Nach kurzer Mittagspause begann das Trainingslager in den Standardtänzen, das sich diesmal ganz den Tänzen Langsamer Walzer und Slowfox verschrieben hatte. Wie schon in Latein gingen die Paare daran, jeweils eine aufwendige Folge, z.B. mit Posen, zu erlernen, wobei auch hier besondere Aufmerksamkeit auf die Grundlagen des Standardtanzens gelegt wurde.

Nach einer weiteren kurzen Nacht ging man am Sonntag Morgen daran, das Erlernte auf Video aufzuzeichnen um Fortschritte festzustellen oder auch das "Zusammen Tanzen" einmal bei sich selbst zu sehen.

Nach einem langen Wochenende machten sich schließlich alle Teilnehmer angestrengt aber in dem Wissen auf den Heimweg, mit guter Basics Arbeit die Grundlagen für weitere Erfolge im Tanzen gelegt zu haben.

Oliver Mandetzky (Öffentlichkeitsarbeit Zentraler Sportbereich)