The End

Abschluß der Formationssaison

Wie in jedem Jahr war auch diese Formationssaison wieder etwas ganz besonderes. Spannend, voll guter Stimmung, hektisch, erfreulich, anstrengend und manchmal frustrierend - eben nie langweilig und immer aufregend war sie und unruhig wurde Wertungen entgegen gefiebert oder die letzte Vorbereitung vor dem Auftritt getroffen. Und obwohl diese Eigenschaften für alle Formationssaisonen zutreffen ist es jedesmal anders. Für einige war es das erste mal überhaupt, für andere das erste mal in der neuen Liga und wieder andere hatten hart zu kämpfen mit der Konkurrenz. Doch zwei Dinge waren bei allen gleich: die Anspannung vor der Wertung - und die fiel manchmal ganz anders aus als erwartet - und der Spaß am Tanzen. Wie immer haben viele Faktoren zum guten Mut der Formationsteams beigetragen. Vorneweg sicherlich Volkmar Heinz, der mit dem passenden Wort an der passenden Stelle und viel Humor seine Teams glücklich über alle Hürden, seien es schwierige Flächen oder unfaire Wertungsrichter, ans Ziel geführt hat. Bestens vorbereitet durch intensives Training und mit Qualitätschoreographie der Hausmarke Heinz konnten alle Teams mit optimalen Voraussetzungen an den Start gehen und sich ganz natürlich selbstbewußt und fröhlich zeigen, denn dazu gab es auch allen Grund. Mit den gelungenen Kleidern machten die Wasserburger Teams nicht nur viel her sondern auch mächtig Eindruck gegenüber den anderen Formationen. Unser Lächeln auf der Fläche verdanken wir zu einem großen Teil einigen treuen Schlachtenbummlern, die uns immer lautstark wissen ließen, daß wir für sie die Nummer eins sind, jedoch viel zu wenig zahlreich waren.

Zu den Debütanten zählen in diesem Jahr die jungen Mitglieder des B-Teams Latein. Unter der zusätzlichen Betreuung von Ludwig Stürmer und Anna Tomaszewski übernahm diese Formation das Thema des A-Teams Latein "Elvis Presley" und tanzte seine erste Saison in der Landesliga Latein. Auf dem Turnier in Wasserburg war die Aufregung natürlich noch groß, aber das heimische Publikum spornte an und so erreichte das B- Team mit guter Leistung den fünften Platz. Auf dem darauffolgenden Turnier in Freilassing konnte das Team seine Leistung noch um einiges steigern, was sich auch in der Wertung niederschlug. Der vierte Platz belohnte die acht Paare. Mit einem erheblichen Nachteil mußten die Wasserburger Lateiner auf dem Wolfratshausener Turnier an den Start. Durch einen krankheitsbedingten Ausfall konnen sie nur mit sechs Paaren tanzen, was die Beurteilung der Symmetrie für den Wertungsrichter deutlich erschwert. Der fünfte Platz war das Ergebnis dieses Wettkampfs. Auf dem letzten Turnier in München konnte das B- Team einen vierten Platz erreichen.

Das B-Team Standard dagegen zählt schon fast zu den "alten Hasen", es absolvierte bereits seine zweite Formationssaison in der Oberliga Süd. Sein Thema "A chorus line" behielt es bei und hatte viel an der Perfektionierung der tänzerischen Leistung gearbeitet. Erfolgreich, wie im Rückblick klar wird, denn das Team tanzte sich auf allen Turnieren ins große Finale. Ein Grund zur Freude war das erste Turnier in Aalen, wo sich die Mannschaft mit einer souveränen und guten Leistung den fünften Platz ertanzte und sich somit gegenüber dem Vorjahr um einen Platz steigerte. Daß noch weitere Steigerungen möglich sind, bewiesen die 16 Tänzerinnen und Tänzer in Bayreuth, wo sie sich mit fröhlichem Auftreten sogar auf den vierten Platz tanzten. Ganz zur Freude von Dominik Wagner und Judith Matzke, die die Betreuung des Teams übernommen haben, konnten sie diese hervorragende Leistung halten und sich dem Wasserburger Publikum in der Badriaha1le ebenfalls als strahlende vierte präsentieren. Trotz Handicap, dem krankheits bedingten Ausfall eines Paares konnten die Wasserburger Standardtänzer diese Plazierung auch beim befreundeten Grün-Gold Club in München halten, dessen Turnier mit hervorragender Stimmung schon beinahe als Heimturnier gesehen werden kann. Beim letzten Wettkampf in Hofheim schließlich waren die Wertungsrichter dem B-Team weniger gewogen. Der erneute Ausfall eines Paares war nachteilig und so mußten sich die sieben Paare mit dem fünften Platz zufrieden geben, der jedoch an ihrem vierten Platz in der Gesamtwertung nichts mehr ändern konnte.

Das A- Team Latein startete mit frischem Wind, in Form des neuen musikalischen Themas "Kiss", passender Kleidung und Choreographie in die Saison 98. Mit einer vollendeten Einheit dieser drei Elemente gelang Volkmar und Erika Heinz ein Meisterwerk mit großem Potential für das Team. Für Überraschung sorgte auf dem ersten Turnier der Oberliga Süd in Aalen jedoch die enorme Leistungssteigerung der Konkurrenten. Das A- Team Latein, das noch Schwierigkeiten hatte, sich in diesem unerwartet hohen Leistungsniveau zurechtzufinden, mußte sich daher mit einem achten Platz begnügen. Doch mit dem nächsten Turnier in Fürth waren diese Schwierigkeiten überwunden und die Wasserburger Mannschaft konnte den sechsten Platz erreichen. Diese Plazierung konnte das A- Team auch in Landshut erreichen. Eine erneute Leistungssteigerung stellte sich beim A-Latein Team dann in Bayreuth ein. Mit großer Ausstrahlung und viel Einsatz tanzte es sich ins große Finale und verbesserte sich um einen Platz auf den fünften. Dasselbe Ergebnis und die beste Turnierleistung der Saison präsentierten die Lateiner ihrem begeisterten Wasserburger Publikum in der Badriahalle. Für diese Formation ist der Ausgang der Saison noch ungewiß, denn der achte Platz zu Beginn ist schwer wettzumachen. Noch unklar ist momentan, ob das A- Team Latein im nächsten Jahr weiterhin in der Oberliga tanzen wird, oder seine nächste Saison in der Landesliga bestreitet.

Zu den Gewinnern des Jahres 1998 zählt wieder das A- Team Standard, das sich in seinem ersten Jahr in der Regionalliga hervorragend behaupten konnte. Vom ersten Wettkampf an gab es sich den Gegnern als ernst zu nehmenden Konkurrenten zu verstehen und bewies dies mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung, der für einen Neuaufsteiger ein phänomenales Ergebnis darstellt. Ein guter Einstieg glückte in Saarbrücken wo dem "Mary Poppins" Team zur Verblüffung vieler der dritte Platz gelang. In Wasserburg setzte die Mannschaft noch einen drauf und erkämpfte sich scheinbar mühelos und fröhlich den zweiten Platz. In Mainz wiederum kamen die 16 Tänzerinnen und Tänzer auf den dritten Platz. Als einziger Einbruch bleibt das Turnier in Frankfurt zu verzeichnen, wo die acht Marys und Pinguine "nur" den vierten Platz erreichten. Als gelungenen Saisonabschluß blieb dem A- Team Tübingen in Erinnerung, wo erneut ein zweiter Platz gelang. Mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung verfehlten die Wasserburger in ihrem ersten Regionalligajahr nur um einen Platz das Aufstiegsturnier in die zweite Bundesliga. Beachtlich, doch angesichts der Ausstrahlung des Teams und seines hohen Niveaus nicht verwunderlich.

Zum Schluß bleibt noch zu sagen, daß all diese Erfolge nur durch die Unterstützung unserer Sponsoren TanzZentum Heinz, Klaus Fendler, Zosseder und Kreis und Stadtsparkasse Wasserburg sowie der Metzgerei Schmaderer, dem Getränkemarkt Hollmann, und der Bäckerei Bachmaier, die uns durch Sachspenden unterstützt haben möglich waren. Vielen Dank, wir hoffen auch in Zukunft auf Sie zählen zu dürfen! Die special thanks der Formationen gelten ebenso den Helfern unserer Formationsturniere, allen voran Monika Schwarzenbeck und Dominik Wagner die es uns ermöglichten "daheim" zu tanzen und unserem Trainerehepaar Volkmar und Erika Heinz, deren Leistungen an dieser Stelle aus Platzgründen nicht alle aufgeführt werden können.

Im Namen der Formationen ein herzliches Dankeschön von

Judith Matzke (Abteilungsvorstand Öffentlichkeitsarbeit Zentraler Sportbereich)