Glanzvolle Saison für TC Inn-Casino Wasserburg

Drei Mannschaften gingen in diesem Jahr für den TC Inn-Casino an den Start. Weggefallen aus dem letzten Jahr ist das B-Team Latein, das mangels Herren aufgelöst wurde und dessen Mitglieder größtenteils in das A-Team Latein wechselten.

Der personelle Schnitt zu Beginn dieser Saison viel für das Latein-Team erstaunlich gering aus. Was auch daran lag, dass einige Herren, die sich schon für das Aufhören entschieden hatten doch noch einmal einstiegen und somit ein äußerst schlagkräftiges Team zustande kam. Gemeinsames Ziel: mit neuer Musik und Choreographie (made by Heinz) und viel Trainingseinsatz das Vorjahresergebnis, den sechsten Platz am Ende der Oberliga Saison 98/99 zu verbessern.

Neben dem Einstudieren der neuen Choreographie gelang es Oliver Mandetzky, die alten Elvis-Kleider zu verkaufen und somit zusammen mit einer kurzfristig eingegangenen anonymen Spende die finanzielle Grundlage für neue Kleider zu schaffen. Hier nun kam der große Augenblick für das „Schneiderteam“ bestehend aus Gaby Reuter, Daniel Fendler, Ludwig Stürmer, Erika Heinz, Inge Leupoldt und Jeanette Kampshoff, die es fertig brachten, innerhalb von vier Wochen vor dem Weihnachtsball die neuen wunderschönen weißen Kleider zu erstellen, und unseren Damen auf den Leib zu schneidern.

Ein großer Schritt zu einem einheitlichen Auftreten wurde dann kurz vor dem zweiten Turnier gemacht, als die Mannschaft mit einer großzügigen Bezuschussung durch das Ehepaar Brunner Trainingsanzüge mit Vereinsschriftzug erstand und damit auch vor den Turnieren einen geschlossenen Eindruck machte.

So ausgestattet konnte es eigentlich nicht mehr schiefgehen, das Unternehmen „Treppchenplatzierung“. Denn soweit gingen die Hoffnungen trotz einer komplett neu zusammengemischten Liga, aus der nur das Team aus München vom Vorjahr verblieben ist. Nun ließ das A-Team Latein den Worten auch Taten folgen und erreichte mit einer überzeugenden Leistung den hervorragenden zweiten Platz und ließ sich dabei von den über 600 äußerst parteiischen Zuschauern im thüringischen Altenburg nicht beeindruckten, die bei der Siegerehrung mit dem Ausbuhen der Wertungsrichter ob der schlechten Bewertung der eigenen Mannschaft fast für einen Eklat sorgten.

Es folgte ein Doppelwochenende, an dem das Standard Team Samstags in Göttingen auftrat und am Sonntag für die Lateinmannschaft in Kronach ein erneuter Vergleich mit der Oberliga anstand. Hier erkämpfte sich das Team den dritten Platz hinter dem Grün-Gold Club München und dem C-Team der Nürnberger. Dieser „Podiumsplatz“ konnte auch bei dem Heimturnier in der Badriahalle bestätigt werden, die in diesem Jahr gut gefüllt war und eine entsprechend gute Stimmung herrschte.

Einen kleinen Rückschritt gab es in Fürth, als es bei gemischten Wertungen plötzlich nur für einen fünften Platz reichte. Dass dies jedoch eine Eintagsfliege war bestätigten die 16 Aktiven in München, wo man zum Abschluss wieder mit einem dritten Platz das „Treppchen“ erreichte und mit zwei Einsen in der Wertung auch ein noch besseres Ergebnis drin gewesen wäre.

Somit konnte die Saison mit dem besten Endergebnis des Lateinteams in der Vereinsgeschichte abgeschlossen werden, was zu großer Freude bei Trainer und Aktiven führte. Nicht verhindern konnte das Gute Abschneiden jedoch wieder eine Welle von Ausstiegen, sei es aus zeitlichen, beruflichen oder anderen Gründen. Aber das kennen wir ja mittlerweile schon. Mal sehen, mit welcher Besetzung am Weihnachtsball angetreten wird...