5 Jahre Tanzen in Wasserburg

Kleine Tanzgeschichte (1. Teil) 1991 - Das Gründungsjahr des TC Inn-Casino e. V.

Am 1. März 1991 war es so weit. Durch Initiative von Erika und Volkrnar Heinz wurden fünf weitere Gründungsmitglieder (Georg Esterer, Alfons u. Centa Daxlberger, Martina Holderied, Agathe Maier) überzeugt, den Tanzclub Inn-Casino e. V. zu gründen. Die Satzung in ihrer ersten Fassung wurde beschlossen, die Gemeinnützigkeit sichergestellt, die Eintragung ins Vereinsregister vollzogen, der Beitritt zum Tanzsportverband vereinbart und der erste Vorstand auf der Gründungsversammlung mit dem 1. Vorsitzenden Volkmar Heinz der 2. Vorsitzenden Agathe Maier der Schatzmeisterin Erika Heinz bestellt.

Weitere ehrenamtliche Positionen wurden auf Grund der damaligen Größe des Vereins nicht bestellt. Sportangelegenheiten sowie der Festbereich wurden dem 1. Vorsitzenden, Öffentlichkeitsarbeit sowie Jugend- und Verwaltungsangelegenheiten dem Schatzmeister zugeordnet. Die Gründungsmitglieder sind Ehrenmitglieder. Der Unterrichtsbetrieb in Edling wurde mit den ersten Kindergruppen (KKI, KK2, KK3, KK4) bereits im März unter der Leitung der Tanzsporttrainerin-A Erika Heinz aufgenommen. Fast gleichzeitig begonnen haben die ersten Tanzkurse unter der Leitung der ADTV-Tanzlehrer Volkmar und Erika Heinz in Zellerreith und Babensham.

Im April erfolgte dann die Aufnahme des Unterrichtsbetriebes in Wasserburg für Kinder (KK5, KK6, KK7) ebenfalls unter der Leitung von Erika Heinz. Bereits im Juni mußte in Edling auf Grund des großen Zulaufs ein weiterer Kreis für die etwas älteren Kinder, der ersten Jugendkreis (JKI), eröffnet werden. Der Unterricht in Edling fand von Anfang an in der Schule, der in Wasserburg in der Gartenturnhalle der Schule für Lernbehinderte, statt. Im November 91 wurde dann der erste Gesellschaftstanzkreis (GKI) in Zellerreith, Gasthof Esterer, aus dem vorangegangenen Tanzkurs gebildet. Im Dezember 91 wurde dann der erste Jugendsportkreis (JSKl) in Edling, Schule, unter der Leitung von Erika und Volkmar Heinz eröffnet. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden Elisabeth Angerer und Marianne Hartl zum Kassenprüfer gewählt. Am Jahresende hatte der Verein bereits 216 Mitglieder, davon 17 Kinder und Jugendliche. Es wurden zwei Veranstaltungen durchgeführt, ein Kindertanznachmittag im Sommer sowie der 1. Weihnachtsball, beide in Zellerreith im Gasthof Esterer.

 

Kleine Tanzgeschichte (2. Teil) 1992 - Vereinserweiterung im Jugend- und Gesellschaftstanzbereich / Sportbetrieb geplant

Auf Grund der Größe des Jugendbereiches gingen der Jugendversammlung bereits Anfang des Jahres mehrere Kreisversammlungen unter der Leitung der Jugendbeauftragten und Trainerin Erika Heinz voraus. Hier wurden auch die Eltern der Jugendlichen mit einbezogen. Die einzelnen Kreise entsandten dann wiederum ihre Delegier- ten auf die Jugendversammlung. Als Jugendsprecher wurden für den Bereich Edling Birgit Gamreiter, für den Bereich Wasserburg Manuela Wimmer gewählt. Eine Erweiterung des Jugendbereiches wurde 1992 nicht geplant, es bestanden bereits 7 Kinderkreise sowie ein Jugend und ein Jugendsportkreis. Das tänzerische Leistungsniveau der bestehenden Kreise sollte erhöht werden.

Anfang des Jahres führten Volkmar und Erika Heinz wiederum einen Tanzkurs in Zellereith durch, um den Gesellschaftstanzbereich des Vereins im Laufe des Jahres 1992 zu vergrößern. Da absehbar war, daß der sich neu bildende Kreis (GK2) in Zellereith zu klein war, folgte ein weiterer Tanzkurs ab September 1992 in Rettenbach, Gasthof zum Neuwirt.

Fast gleichzeitig lief die Planung für einen organisierten Tanzschulbetrieb durch Erika Heinz an. Auf Grund der ständig sich wiederholenden Fragen vom Gymnasium wurden hier insbesondere auch Ausdehnungsmöglichkeiten für den Verein im Jugendsektor gesehen, der seinen Nachwuchs aus der Tanzschule rekrutieren sollte. Auch regelmäßig stattfindenden Kurse für Paare sollte es bei Interesse ab Januar 1993 geben.

Um die damit auf den Verein zukommenden umfangreicheren ehrenamtlichen Aufgaben zu bewältigen, wurden die Hilfsangebote einiger Vereinsmitglieder angenommen, die sich bereiterklärten, Vorstandsmitglieder zu werden. So wurden ab Herbst 1992 Herbert Tost auf die Aufgabe des 2. Vorsitzenden und Sportwartes, Marianne Hartl auf die Aufgabe des Schatzmeisters und Gabi Gugg auf die Aufgabe des Jugendwartes durch Erika und Volkmar Heinz vorbereitet.

Im Herbst 1992 fand auch der erste Sondertermin statt. Die Zahl der Unterrichts abende für die Paare der Gesellschaftstanzkreise wurde damit auf 40 pro Jahr erhöht.

Auch Anregungen der Mitglieder, wie z.B. regelmäßig stattfindende Übungsabende, Durchführung eines Frühlingsfestes sowie eines Vereinsausfluges und die Vorbereitung auf Breitensportwettbewerbe wurden in die Planung für 1993 aufgenommen.

Ende des Jahres hatte der Verein dann 252 Mitglieder, davon 181 Kinder und Jugendliche. Festliche Höhepunkte waren die Kinderweihnachtsfeier sowie der 2. Weihnachtsball in Zellereith mit zahlreichen Vorführungen.

 

Kleine Tanzgeschichte (3. Teil) 1993 - TanzZentrum Heinz gegründet - TC Expansion durch Zusammenarbeit - TZH und TC-Sportbetrieb aufgenommen - Erste Ausgabe der TZH Highlights

Die Tanzschule - Das Tanzzentrum Heinz
Das Angebot für Erwachsene umfaßte bereits im ersten Jahr ein Spektrum, daß vom Grundkurs (Alteiselfing, Haag, Grafing) bis hin zum Bronzekurs führte und sogar einige Sonderkurse beinhaltete. Für Jugendliche wurde in Zusammenarbeit mit einigen Schulen im Raum Wasser- burg und Grafing ebenfalls ein Kursprogramm aufgebaut. Schlußbälle fanden von diesem Zeitpunkt an regelmäßig statt, ebenso wie Tanzpartys für Erwachsene sowie Jugendtanzpartys unter der Leitung des TZH. Unter der Leitung des TZH wurde auch die erste Sommergala in Zusammen- arbeit mit dem TC Inn-Casino e. V. ein voller Erfolg.

Seit Frühjahr '93 werden vom TZH regelmäßig Skiausflüge angeboten, die insbesondere auch von Jugendlichen des TC Inn-Casino rege besucht werden.

Der Tanzsportverein - Der TC Inn-Casino e. V.
Fast alle Anregungen der Mitglieder, die auf der Mitgliederversammlung gewünscht wurden, wurden bereits im Jahr 1993 umgesetzt, so fand das erste Frühlingsfest im März '93 im Gasthof Esterer statt, Sondertermine sind seit Herbst '92 regelmäßiger Bestandteil des Jahresprogramms, in allen Bereichen wurde das Unterrichtsangebot so aufgeteilt, daß eine zukünftige Teilnahme an Breitensportwettbewerben und DTSA-Abnahmen ins Auge gefaßt werden konnte, mit dem Tanzzentrum Heinz wurde vereinbart, daß auf deren Tanzpartys (sprich auch Übungs- abende ), auch Vereinsmitglieder zu günstigem Eintritts- preis Zutritt finden konnten. Lediglich der vorgeschlagene Vereinsausflug ließ noch auf sich warten, da es an Organisatoren mangelte.

Auf der Jugendversammlung im Januar '93 standen Neuwahlen an. Erika Heinz stand für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung, so wurde Gabi Gugg, die bereits ab Herbst '92 auf diese Aufgabe vorbereitet wurde, einstimmig gewählt. Zur Jugendsprecherin wurde Manuela Wirnrner wiedergewählt, Stellvertreter wurde Peter Karl. Gabi Gugg übernahm die Gesamtleitung für 7 Kinderkreise, I Jugendkreis, 1 Jugendsportkreis sowie 1 Jugendformationskreis, die seit diesem Jahr erstmalig über Kreissprecher organisiert wurden. Von diesen Kreissprechern sind heute noch Mitglied in unserem Verein: Renate Koller, Christa von Benthen, Stefan Thaler, Tobias Langer und Daniel Fendler.

Ins Jahresprogramm aufgenommen wurden ein neuer Jugendkreis(JK2) in Wasserburg, ein Kindersommerfest sowie die Kinderweihnachtsfeier. Der neu eingerichtete Jugendformationskreis (JFK) existierte bereits seit Januar. Bereits seit Sommer '92 beteiligt sich der Verein am Sommerferienprogramm Wasserburg.

Auf der Mitgliederversammlung im April '93 standen Vorstandsneuwahlen an. Der zweite Vorstand setzte sich zusammen aus:
1. Vorsitzender Volkmar Heinz
2. Vorsitzender/Sportwart Herbert Tost
Schatzmeister Marianne Hartl
Fachwart für Öffentlichkeitsarbeit Erika Heinz
Jugendwart Gabi Gugg

Zu Kassenprüfern wurden gewählt Elisabeth Angerer und Adolf Mayerhofer. Zusätzlich zu den Ergebnissen der Jugendversammlung wurde beschlossen, auch einen Jugendsportkreis in Wasserburg ins Programm aufzunehmen. Das Tanzzentrum Heinz kam dem Verein insofern entgegen, daß es im Jahr 1993 auf das Angebot von weiterführenden Kursen (Medaillenkursen) verzichtete und damit bereits im Herbst '93 Jugendliche dem TC Inn- Casino e. V. zuführte. Ebenso sollte im Ehepaarbereich Alteiselfing(GK4) - Haag(GK3) verfahren werden, so daß auch hier eine Vereinserweiterung anstand. Das TZH willigte unter der Bedingung ein, daß seine Kunden auch innerhalb des Verein von den dort tätigen Ehrenamtlichen eine entsprechende Betreuung finden.

Die Unterrichtsstundenzahl wurde zunächst auf durchschnittlich 32x pro Jahr für Gesellschaftstanzkreise zzgl. weiterer 8 Sondertermine, auf durchschnittlich 36x für Kinder-, Jugend- und Sportkreise und auf durchschnittliche 18x für Jugendsport- und Jugendformationskreise festgelegt. Im Rahmen der Sommergala des TZH hat der Verein sein erstes Jugendsportturnier ausgerichtet, der Aufbau von Breitensport-, Leistungssport- und Formationsgruppen sollte forciert werden. Durch zahlreiche Eintritte gelang dies bereits im Herbst '93, die Jugendsport- und Jugendformationsbereiche Edling und Wasserburg trainierten von diesem Zeitpunkt an wöchentlich samstags bzw. freitags, ein allgemeiner Sportkreis (Breiten- und Turniersport) dienstags.

Der erste Start unserer Turnierpaare in der untersten Klasse, der E-Klasse erfolgte im Oktober '93. Es starteten die Paare Fendler/Bumberger, Langer/Heinz und Poertzler/ Wimmer.

Und noch eine Neuheit gab es im Herbst '93, die 1. Ausgabe der TZH-Highlights, das Kombinationsprodukt Tanzschule und Verein löst die bisherigen Rundschreiben ab. Verantwortlich für den Inhalt waren Volkmar Heinz und Stefan Thaler, das Layout lag in den Hände von S. Thaler.

Jüngstes Kind im Jahr 1993 waren die Ende des Jahres vom TZH in den Verein überführten Kreise in Grafing, ein Gesellschaftstanzkreis(GK5) und ein Jugendsport-
kreis(JSK3).

Ende des Jahres hatte der Verein 471 Mitglieder, davon 297 Kinder und Jugendliche.

 

Kleine Tanzgeschichte (4. Teil) 1994 - TZH und TC: Zusammenarbeit führt zum bisher höchsten Mitgliederstand - Ehrenämter - Jugendselbstverwaltung

Das TZH baute im zweiten Jahr seines Bestehens seinen Betrieb weiter aus, einige Veranstaltungen, wie z.B. die Country- u. Westernparty kamen hinzu, Nachwuchstänzer aus der Tanzschule wurden weiter in den Tanzclub geleitet.

Meiner Meinung nach gehören zu einer Chronik nicht nur die angenehmen, sondern auch die unangenehmen Begleiterscheinungen der Entstehungsgeschichte, auch wenn diese nur die subjektiven Eindrücke des Schreibers wiedergeben und wahrscheinlich nur wiedergeben können. Demzufolge werden in diesem Teil der Chronik erstmals auch unangenehme Begleitumstände miterwähnt, die es in den Vorjahren meines Wissens nicht gab.

Vereinsorganisation
Nach dem Vorbild des Jugendbereiches wurde das Kreissprechersystem in allen Bereichen installiert. Die Notwendigkeit ergab sich aus der hohen Mitgliederzahl und sollte der Entlastung des Vorstandes dienen, der arbeitsmäßig erstmalig "Land unter" war. Die Last des Ehrenamtes sollte bereits 1994 auf mehrere Schultern verteilt werden. Dieser Wunsch ging leider insbesondere in den Gesellschaftstanzkreisen nicht ohne Murren ab. Manch ein auserkorener Kreissprecher war nicht dazu bereit, diese aus Vorstandssicht kleinere Aufgabe zu übernehmen. Uns ging und geht es in diesem Punkt sicherlich nicht anders als vielen anderen Vereinen. Jemanden dazu zu bewegen, ein Ehrenamt zu übernehmen, ist nicht einfach. Ich hebe diesen Punkt an dieser Stelle so hervor, da insbesondere in den letzten Monaten verschiedene Mitglieder an mich herangetreten sind, mit der Vorstellung, die ehrenamtlichen Aufgaben doch auf viel mehr Schultern zu verteilen, um nicht die, die schon ein Ehrenamt haben, "sauer zu fahren". "Sauer. gefahren" war meines Wissens damals noch kein Vorstand, doch die Gefahr hatten wir bereits erkannt. Aber wo sich nicht genügend Schultern anbieten, läßt sich auch nichts verteilen. Zu den neuen Schultern gehörten ab dem 1. Halbjahr 1994 Monika Schwarzenbeck und Elfriede Stangassinger, die sich Festwartsaufgaben teilen wollten. Otto Bumberger stellte sich als Turnierwart, Renate Koller als stv. Jugendwart und Thomas Hörl als DTSA-Beauftragter zur Verfügung. Die Aufgaben der Kassenprüfer übernahmen wieder Elisabeth Angerer und Adolf Mayerhofer, zum neuen Jugendsprecher wurde Sarah Bumberger gewählt, Stellvertreter blieb zunächst Peter Karl, der von Stefan Thaler abgelöst wurde. Ein neuer Fachwart für Öffentlichkeitsarbeit wurde leider nicht gefunden, so daß sich Erika Heinz trotz ihrer zahlreichen sonstigen ehrenamtlichen Aufgaben für ein weiteres Jahr überreden ließ.

Ein erster Frust kam dann aber bei einigen Vorstands- mitgliedern doch noch auf. Sie mußten feststellen, daß einige Mitglieder das Ehrenamt, welches sie übernommen hatten, gar nicht oder nur teilweise ausübten, so daß wieder zusätzliche Arbeit auf diese Vorstandsmitglieder zukam. Dies veranlaßte auch einige Vorstandsmitglieder zu sagen, "das kann ich noch tun, mehr schaffe aber ich nicht".

Es wurde vorgeschlagen, das Problem in den Gesellschaftstanzkreisen bekannt zu machen, und um Mithilfe zu werben. Meistens wurde für das Anliegen des Vorstandes auch Verständnis gezeigt, in einem Kreis ging die Diskussion jedoch in eine meiner Meinung nach ganz falsche Richtung. Mehrere Mitglieder kamen übereinstimmend zu der Aussage, daß man eigentlich nur hier sei, um Spaß zu haben und nicht, um ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen. Während der Tanzkurszeit hätten alle diese Aufgaben doch auch in der Hand des TZH gelegen. Damit kam natürlich die Grundidee des Vereins ins Wanken, möglichst niedrige Beiträge und dafür ehrenamtliches Engagement von den Mitgliedern, die noch nicht ehrenamtlich woanders all zu sehr eingespannt waren, zu nutzen. Mehr Beitrag wollten aber gerade die Mitglieder, die diese Diskussion ins Rollen gebracht hatten, auch nicht zahlen.

Fazit: Nach längerer Diskussion hat die Mehrheit den Vereinszweck erfreulicherweise wohl doch verstanden, aber dafür wurde jetzt von Einzelnen eine strikte Trennung zwischen Verein und Tanzschule wurde verlangt. Es bestand wohl der Irrglaube bei Einzelnen, daß sie für das TZH ehrenamtlich arbeiten und nicht für den TC. Diesen Irrglauben haben wir bei Einigen trotz zahlreicher Erklärungen wohl nie ganz ausräumen können. Leider hat der komplette Vorstand, einschießlich meiner Person, sich aufgrund dieses Tatbestandes zu dem Fehler hinreißen lassen, diese Trennung zu dokumentieren. Die Folge war, daß die kostenlose Werbung für den Verein aus sämtlichen Tanzschulprospekten verschwand und in einem nächsten Schritt auch die Trennung in den "Highlights" ab dem Folgejahr vollzogen werden mußte.

Damit wurde eine wichtige Säule, die den Verein groß gemacht hatte, umgestoßen. Die bislang fruchtbare Zusammenarbeit zwischen TZH und TC wurde so ins Wanken gebracht.

Während die ersten neuen Ehrenamtlichen bereits wieder aufgaben, konnten gleichzeitig neue Mitglieder für derartige Tätigkeiten gewonnen werden. Friedrich Oswald übernahm die Aufgaben des Turnierwartes, Doris Christoph sagte zu, Schriftführerarbeiten zu übernehmen, das Amt des 2. Vors./Sportwartes wurde auf Wunsch von Herbert Tost aufgespalten, wobei Herbert Tost Sportwart blieb. Alois Schwarzenbeck wurde zunächst kommissarisch 2. Vorsitzender, Franz Sanftl vertrat uns auf einer Sitzung des Landesverbandes in Sachen Bauvorhaben und Irene Oswald wurde Formationsbetreuerin. Darüber hinaus bekleidete sie das Amt des Formationssportwartes und wollte bei der Vereinsorganisation mithelfen. Ich hoffe, bei der Größe des Vereins nicht den einen oder anderen Namen vergessen zu haben.

Einzelne Bereiche
Am Ende des Jahres 1994 hatte der Verein 601 Mitglieder, davon 379 Kinder und Jugendliche und zählte somit zu den 30 größten Tanzsportvereinen in Deutschland.

Der GK1 wurde aufgelöst, die verbliebenen Mitglieder wechselten in den Breitensportkreis bzw. in den GK2 über, der sein Training in Rettenbach beim Neuwirt aufnahm. Der GK3 filtrierte erstmals unter dem Namen TSA Haag.

Mitglieder des Breitensportkreises waren es, die zusammen mit Erika und Volkmar Heinz das Vereinswappen entwarfen. Die graphische Gestaltung übernahm S. Thaler.

Aus sportlicher Sicht waren im Jahr 1994 erste Erfolge zu verbuchen. Besonders hervorzuheben sind die Erfolge des Paares Tobias Langer/Alexandra Heinz, die sich in der ersten Jahreshälfte den Titel des Landesmeisters von Bayern in der Jun-E-Klasse in allen drei Tänzen holten und in der zweiten Jahreshälfte in der nächst höheren Leistungs- klasse, der D-Klasse, den 3. Platz auf der Landesmeisterschaft ertanzten. Auch das erste Trainingslager fand in diesem Jahr in Heidenheim statt. Die erste DTSA-Abnahme verzeichnete auf Anhieb eine Rekordbeteiligung und der von H. Tost ins Leben gerufene Sportausschuß tagte zum ersten Mal.

Die Formationen sollten 1995 erstmalig an den Start gehen, das Training wurde intensiviert. Der Breitensport und der Turniersportbereich nahmen ihr Training in der Turnhalle am Gries in Wasserburg auf.

Die vom Landessportverband vorgegebene Jugendordnung, Voraussetzung für die Bezuschussung von Jugendarbeit in den Vereinen, wurde auch in unserer Jugendversammlung verabschiedet. Daher ergab sich eine neue Aufgabenstellung: Jugendselbstverwaltung.

Im Laufe des Jahres wurde das Amt des Fachwartes für Öffentlichkeitsarbeit von Elisabeth Totzauer übernommen, die ihr Augenmerk vornehmlich auf die Highlights richtete und das von Erika Heinz installierte Jahresprogramm Verein in 1995 fortführte. Erstmalig wurde die Finanzierung der Vereinszeitschrift teilweise über Anzeigenwerbung abgedeckt, die Gestaltung der Highlights wurde Ende des Jahres in die Hände von Dominik Wagner übergeben.

Die Sommergala, zum 2.Mal ausgerichtet, lief unter der Leitung des Teams Schwarzenbeck/Stangassinger erstmals unter Vereinsregie, das TZH war Mitveranstalter. Höhe- punkte waren neben den Tanzsportturnieren um den Preis der Stadt Wasserburg und der Raiffeisenbank Wasserburg die Auftritte der Formationen "Chorus Line" und "Musicalmelodien". Absoluter Höhepunkt dürfte sicherlich der Auftritt der Kinderformation "Cats" gewesen sein.

Unter der Regie des Ehepaares Oswald fand ein Weihnachtsessen statt, an dem für meine Begriffe aber leider zu wenig Mitglieder teilgenommen haben.

 

Kleine Tanzgeschichte (5. Teil) 1995 - ADTV Swingie-Konzept im TZH - Generationswechsel im Vorstand des TC bahnt sich an - Tanzsport = Leistungssport im Aufwärtstrend - König der Löwen nach Cats

Das Tanzzentrum Heinz erweiterte sein Angebot in Ebersberg um Kindertanzkurse nach dem ADTV Swingie- Konzept. Darüberhinaus ist ein spezieller Kurs für Paare 50+(50 und älter) erstmalig im Angebot. Hieraus erwachsen im TZH der Swingie-Club sowie der Medaillenclub.

Auf der Mitgliederversammlung des TC Inn-Casino e. V. 1995 standen Vorstandsneuwahlen an. Der dritte Vorstand setzte sich zusammen aus:
1. Vorsitzender Volkmar Heinz
2. Vorsitzender Alois Schwarzenbeck
Schatzmeister Marianne Hartl
Sportwart Herbert Tost
Jugendwart Gabi Gugg
Fachwart für Öffentlichkeitsarbeit Burkhard Pietzner
Festwart Dagmar Göldner
Schriftführer Doris Christoph
Turnierwart Friedrich Oswald
Zu Kassenprüfern wurden gewählt Josef Kainz und Ella Niedermeier.

Die wiedergewählte Jugendwartin Gabi Gugg kündigt jedoch bereits bei Ihrer Wahl an, daß sie dieses Amt aus familiären Gründen nur noch bis zum Herbst, und nicht für die gesamte Amtsperiode übernehmen kann. Zum Stellvertreter wird Mario Steftl, als Jugendsprecher Sabine Bräu, stellvertretend Andrea Niedennaier gewählt.

Organisatorische Pannen während des Tanzturniers anläßlich der Sommergala, die vor allem bei den auswärtigen Wertungsrichtern und Turnierleitern zu heftigen Beschwerden führten, veranlaßten das Ehepaar Oswald von einem Tag auf den anderen, ihre Ehrenämter niederzu- legen. Dies führte zu großem Unmut bei allen anderen Vorstandsmitgliedern, die jetzt plötzlich diese Arbeiten mit übernehmen mußten. Ein Rückkehrversuch von HelTn und Frau Oswald einige Monate später wurde zum einen aus dem bereits genannten Gründen, zum anderen wegen bereits anderweitiger Vereinsmitgliedschaft der Oswalds abgelehnt.

Herbert Tost kündigt im Spätsommer seinen Rücktritt als Sportwart zur nächsten Mitgliederversammlung an, weil ihm das Aufgabengebiet zu groß geworden ist, will aber dem Sportbereich auch weiterhin helfend zur Seite stehen. Burkhard Pietzner kündigt im Dezember seinen Rücktritt als Fachwart für Öffentlichkeitsarbeit aus beruflichen Gründen zur nächsten Mitgliederversammlung an, will aber auch in diesem Bereich weiter helfen.
Die Abnahme des DTSA wird nach der guten Resonanz von 1994 erneut vom DTSA-Beauftragten Thomas Hörl angeboten und erreicht eine Rekordbeteiligung von 175 Teilnehmern.

Die Formationen sind zum ersten Mal wettkampfmäßig unterwegs, das A- Team/st mit dem Thema "Chorus Line", das A-Team/lat mit Musicalmelodien. Die Formationen bestritten die Oberligaturniere in St.Ingbert, Mainz, Bad Homburg, Weinheim, Backnang, Nürnberg, Landshut und Wasserburg. Das Lateinteam erreichte den 8. Platz, das Standardteam einen sensationellen 4. Platz in der ersten Oberligasaison.

Die Vielzahl der sportlichen Aktivitäten 1995 spiegelte sich auch in der Ausrichtung zahlreicher vereinseigener Einzeltanzturniere sowie eines Formationsturnieres und eines Breitensportwettkampfes wieder.

Alex und Sandra Ess erreichten bei der Jung. B 10-Tänze Meisterschaft den 3. Platz. Besonders hervorzuheben ist auch der Erfolg des Paares Jürgen Höltersffini Heigl, die sich in der E-Klasse im Langsamen Walzer den Bayerischen Meistertitel, in den Tänzen Tango, Quickstep und Cha Cha den Vizemeistertitel sicherten. Das Paar Dominik Wagner und Nicole Schlatter wurde Bayerischer Vizelandesmeister in der Jun-D-st, sie erreichten dann noch im Finale der nächsthöheren Klasse, der Jun-C-st, den 4. Platz und stiegen somit an einem Tag von der D in die B-Klasse auf. Stefan Thaler und Andrea Niedennaier erreichten den 3. Platz in der Klasse Jun-D-st und stiegen damit in die C- Klasse auf, Daniel Fendler und Chris Harb ertanzten sich den 3. Platz in der Klasse Jun-C-st und stiegen somit in die B-Klasse auf.

Das Trainerpaar führte das nun bereits 3. Trainingslager in Krün durch, ein weiterer Beitrag zur Einzelpaarförderung des Vereins.

Die Premiere des Förderkinderkreises nach einer Musik aus dem Film "König der Löwen" reißt das Publikum der Sommergala ebenso zu Begeisterungsstürmen hin wie das in ihrer Düsseldorfer Zeit von Erika und Volkmar Heinz trainierte Jugendpaar Adi und Karin Buhl (Deutscher Jugendmeister 1996) innerhalb des Junioren-A-Turnieres.

Die Jugendtanzparties, seinerzeit vom TZH an den Jugendbereich des Vereins zwecks Einnahmenverbesserung übergeben, wurden von den Verantwortlichen leider nicht mehr gut betreut, so daß die Veranstaltung ab 1996 wieder unter die Regie des TZH gestellt werden mußte.

Auf der Jugendversammlung im November 1995 stellt sich die ehemalige Jugendwartin Gabi Gugg wie angekündigt nicht mehr zur Wahl. Neue Jugendwartin wird Inge Leupold, Stellvertreterin Christa von Benthen. Zur Jugendsprecherin wird wiederum Sabine Bräu, als Stellvertreter Torsten Lorenz gewählt.

Im Herbst eröffnet der Verein schließlich, hauptsächlich für den Jugendbereich in Wasserburg, den Eiskeller, in den sämtliche Kindergruppen Wasserburgs sofort umziehen.
Die TSA Grafing stellte sich in einem Interview bei Radio Arabella der Öffentlichkeit vor.

Volkmar Heinz (1. Vorsitzender)