Gelungener Auftakt in oberster Liga

Seinen Premieren Auftritt in der 1. Bundesliga feierte das A-Team Standard des TC Inn-Casino Wasserburg am vergangenen Wochenende in Berlin. Schon früh am Samstag morgen machte sich die Mannschaft mit Trainer Volkmar Heinz und einigen Schlachtenbummlern auf die lange Fahrt durch ganz Deutschland in die Hauptstadt. Dort warteten schon die anderen Mannschaften mit in der Tanzwelt so klangvollen Namen wie Astoria Tübingen, Rot-Weiß Düsseldorf, Allround Berlin und natürlich der amtierende deutsche Meister und frischgebackene Weltmeister aus Braunschweig.

Die Erwartungen der jungen Mannschaft aus dem Süden waren nicht allzu hoch. Das lag zum einen am schnellen Aufstieg des Teams, das innerhalb der letzten vier Jahre drei Mal aufgestiegen ist. Im Tanzsport steigert sich mit den höheren Startklassen auch das tänzerische Niveau enorm. Dieses bei solch einem schnellen Durchmarsch durch die Klassen entsprechend weiter zu entwickeln ist enorm schwierig zumal ja auch noch eine neue Choreographie einstudiert wurde. Als weiteres Handicap kam dazu, dass die Mannschaft aufgrund von Herrenmangel nur mit sechs Paaren auftreten konnte, was ihnen im Wertungsgebiet Flächenaufteilung und -nutzung einen klaren Nachteil einbrachte.

Vielleicht waren das auch die Gründe, warum die Tänzerinnen und Tänzer die neue Aufgabe unbeschwert angehen konnten. Erwartungsgemäß reichte es nur für das kleine Finale indem man auf die Teams aus Essen und Tübingen traf. Mit der neuen Musik zum Thema "Circus", das sowohl temporeiche als auch anspruchsvolle Tanzmusik bietet gelang der von Volkmar Heinz trainierten Truppe ein guter Durchgang mit der inzwischen für Wasserburg bekannt guten Ausstrahlung sowie guten Figuren und Bildern. Außerdem fiel das neue aufwendige Outfit der Damen als besonders eigenständig auf. Auch die Auftritte der Konkurrenten gelangen bundesliga typisch gut. Die Freude war groß bei den Wasserburgern, als drei der sieben Wertungsrichter sie vor den Essenern auf dem zweiten Platz im kleinen Finale sahen. Dass es am Ende doch nicht ganz reichte, um sich vor das mit acht Paaren angetretene Team aus Essen zu setzen störte nur am Rande. Trotz erheblicher Nachteile gelang es den Süddeutschen die Konkurrenz zu gefährden und die Zielsetzung für die nächsten Turniere ist klar: Essen schlagen und den siebten Platz zu erreichen.

Nur noch Begeisterung herrschte beim Auftritt des Weltmeisters: Outstanding gutes Tanzen und eine geschlossene Teamleistung brachten den Braunschweigern einen ungefährdeten Sieg vor Berlin und die Beifallsstürme des Publikums ein. Auch wenn für Wasserburg der Weg in diese Leistungsklassen noch weit ist, so konnte man doch einmal mehr Erfahrungen sammeln und in die Welt der ganz Großen hineinschnuppern.

Oliver Mandetzky, Öffentlichkeitsarbeit