Vereinsgeschichte:
10 Jahre TC Inn-Casino - Eine Erfolgsgeschichte

Ja, richtig gelesen! 10 Jahre besteht der TC Inn-Casino e.V. nun schon. 10 Jahre, in denen sich der Club vom unbekannten Kleinverein zwischen München und Salzburg zu einer bekannten Größe im Tanzdeutschland mit einer Bundesliga-Formation und vielem mehr hochgearbeitet hat.

Nach der Gründung und der Eintragung ins Vereinsregister als TC Inn-Casino e.V. im Jahr 1991 wurde der Unterrichtsbetrieb noch im selben Jahr von Erika und Volkmar Heinz aufgenommen. Nachdem zuvor im Wasserburger Raum noch so gut wie keine tanzsportlichen Aktivitäten zu verzeichnen wahren, begann ein enormer Mitgliederzuwachs, der sich in immer mehr Tanz- und Förderkreisen niederschlug, was man heute an vier Kinderkreisen, zwei Jugendkreisen, vier Turnierpaarförderkreisen und vier Gesellschaftskreisen sehen kann.

Nach 216 Mitgliedern im ersten Jahr kam man im vierten Jahr schon auf 601 Mitglieder, davon allein 379 Kinder und Jugendliche, was bedeutete, das man zu den 30 größten Clubs in Deutschland zählte. Festveranstaltungen, Breitensportwettbewerbe und DTSA Abnahmen wurden regelmäßig durchgeführt und 1993 hatte der Club mit den „Highlights“ bereits eine eigene Clubzeitung.

Regelmäßiges Training schlug sich 1994 in ersten turniertanzsportlichen Erfolgen nieder und eine Rekordbeteiligung beim DTSA dokumentierte 1995 die Begeisterung der aktiven Mitglieder, die sich in 175 (!) Abnahmen deutlich zeigte. In diesem Jahr nahm der Club auch den Formationstanz in sein Repertoire auf und schickte erstmals zwei A- Teams im Standard- und Lateinbereich zu Turnieren in ganz Bayern. Zudem wurden eigene Formations- und Einzelwettbewerbe ausgetragen wo sich die Tänzerinnen und Tänzer direkt dem Heimpublikum vorstellen konnten. Erfolge im Form von Meistertiteln, Aufstiegen und Treppchenplätzen blieben da natürlich nicht aus.

1996 konnte man schließlich das erste Paar in der höchsten Jugendklasse, der A-Klasse feiern: Daniel Fendler und Chris Harb stiegen im September auf der Bayerischen Meisterschaft auf. Auch in diesem Jahr wurden wieder Trainingslager angeboten, die den ganzen Bereich vom Standard Turrniertanz bis hin zum „Allrounder Trainingslager“, bei dem neben Standard auch Lateintanz für alle Paare des Vereins angeboten wurden. Diese Trainingslager fanden auch in den folgenden Jahren ihre Fortsetzung in Zwiesel, Feldberg (Schwarzwald) und Eben (Österreich). Zum Ende des Jahres hin wurde dann das mittlerweile weithin bekannte Thema „Mary Poppins“ des Standard A-Teams vorgestellt.

Mit dieser Musik konnten sich 1997 die 16 Tänzer/Innen bei allen fünf Turnieren der Oberliga Süd scheinbar mühelos den ersten Platz ertanzen und stiegen somit in die Regionalliga Süd auf, wo sie sich fortan mit Gegnern aus dem ganzen Süddeutschen Raum zu messen hatten. Erstmals ging mit dem B-Team Standard ein zweites Team in einer Sektion an den Start, das sich mit einem sechsten Platz auch gleich gut in der Liga einführte. Somit hatte der TC Inn-Casino '97 bereits drei Formationen im Turnierbetrieb.

Aber auch der Turnierpaarbereich konnte in diesem Jahr weiter von sich Reden machen: so gelang es Dominik Wagner und Nicole Schlatter im Mai bei der Großveranstaltung „Hessen tanzt“ in der Standardsektion ebenfalls in die A-Klasse aufzusteigen.

Neben dem Standard A- und B-Team und dem A-Team Latein gesellten sich 1997 noch ein B-Team Latein im Turnierbereich, ein C-Team Latein als reine Showformation sowie drei Kinderformationen zu den Themen „Cats“, „König der Löwen“ und „Aladdin“, die bei ihren vielen Privatauftritten ebenso gut ankamen wie ihre großen „Vorbilder“ im Turnierbereich.

An die Erfolge vom Vorjahr konnte das A-Team Standard 1998 in der Regionalliga anknüpfen: So etablierte es sich als Aufsteiger ohne Probleme in der neuen Startgruppe und verpasste mit einem dritten Platz das Aufstiegsturnier zur zweiten Bundesliga nur denkbar knapp.

Erstmalig wurde in diesem Jahr ein reines Formationstrainingslager durchgeführt. Auf dem Feldberg traf sich das A-Team Standard, um sich konzentriert auf die schwierigen Schrittfolgen der Choreographie des neuen Themas „High Society“ einzustimmen, mit dem man 1999 den Aufstieg in die zweite Bundesliga anstreben will.

Im Oktober feierten Daniel Fendler und Marina Schröter den Bayerischen Meistertitel in der Junioren Standard B-Klasse und sind somit in beiden Sektionen in der A-Klasse vertreten.

Das es neben den beiden Spitzenpaaren auch an Nachrückern im Verein nicht fehlt konnte man an drei Aufstiegen von der C- in die B-Klasse Ende '98 und Anfang '99 feststellen. So stiegen die Ehepaare Brunner und Hörl in die Senioren I-B-Klasse auf und Oliver Mandetzky und Nadine Leupoldt konnten sich den Aufstieg in die Hauptgruppe Latein B-Klasse ertanzen.

Mit der Choreographie zu „High Society“ stieg die inzwischen zur bayerischen Spitzenmannschaft aufgestiegene erste Standard Formation 1999 schließlich in die zweite Bundesliga auf, indem man das Aufstiegsturnier vor allen anderen Spitzenmannschaften der übrigen Regionalligen gewann.

Was nun folgte hätte niemand für möglich gehalten: Das A-Team Standard sorgte für einen beispiellosen Durchmarsch durch die 2. Bundesliga im letzten Jahr, bei dem man vier von fünf Turnieren gewinnen konnte und sich damit nicht nur den Aufstieg in die 1. Bundesliga sicherte, sondern auch die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt konnte sich der TC Inn-Casino neben der schon vor Jahren aufmerksam gewordenen Fachwelt auch der Aufmerksamkeit des gesamten Tanzdeutschlands sicher sein, so es denn nicht schon vor zwei Jahren den ZDF Fernsehgarten gesehen hatte, eine ZDF Live-Show, in der unsere Formation nach dem Aufstieg in die 2. Liga eingeladen wurde und sein Können live unter Beweis stellen durfte.

Eine Würdigung des Engagements für das DTSA mit jährlich konstant hohen Abnahmezahlen erfuhr der nun 10 Jahre junge Club mit der Überreichung des DTSA - Wanderpokals am 24. März 2001.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums richtete der TC Inn-Casino am 30.06.2001 in der Stadthalle in Grafing einen Gala-Ball aus. Dort trat sowohl die Lateinformation als auch die Kinderformation mit ihrem neuen Thema Tarzen auf.

Oliver Mandetzky, Pressesprecher